Betriebsbesichtigung der Firma Walzen Irle –  24. Nov. 2017

Einblicke in die Walzenfertigung

awe: Besonders warm und trocken ist es nicht gerade, als sich an einem trüben Freitagnachmittag im November eine Gruppe „NetzWerker“ auf dem Parkplatz der Walzen Irle GmbH, einem der ältesten Unternehmen der Region, in der Waldstraße in Deuz trifft.
Neben anderen heimischen mittelständischen Firmen liegt dieser Gebäudekomplex am Rande des Dorfes, fällt nicht direkt ins Auge - und doch gilt die Firma Walzen Irle als einer der weltweit führenden Hersteller der Branche, insbesondere im Bereich der Papierwalzen-Herstellung.
 
Am Firmentor werden wir von Herrn Dr. Petrico von Schweinichen mit Handschlag begrüßt. Er hat sich auf unsere Anfrage hin bereiterklärt, eine Gruppe von 23 Interessierten durch die beiden in Deuz ansässigen Werke zu führen. Wir beginnen in Werk II, der Gießerei.

Gut gerüstet, mit unempfindlicher Kleidung, festen Schuhen sowie (den Sicherheitsvorgaben entsprechend) mit Helm und Leuchtweste, geht die geführte Gruppe durch die Hallen. Viele, wenn nicht gar die meisten „NetzWerker“ bekommen zum ersten Mal die Möglichkeit, ein Unternehmen der hiesigen metallverarbeitenden Industrie zu begehen.

Wir erfahren etwas über die verarbeiteten Metalle, die Abkühlungsprozesse und –dauer der gegossenen Walzen und die Arbeitsbedingungen, unter denen das Gießen erfolgt, nehmen wahr, wie heiß und laut es in den Hallen ist und welche Gefahren das Verarbeiten der heißen, flüssigen Metalle bergen kann.
Hoch oben an der Decke laufen Führungen für Kranhaken entlang, die an langen Ketten schwingen; am Boden gibt es (umzäunte) Gruben, in denen die Rohlinge auskühlen, bis sie zur weiteren Verarbeitung gelangen.
Hier werden uns die Gefahren in den Hallen bewusst; nicht nur die Helme sind sinnvoll, sondern auch das Sichtbar-Werden der Besucher bei den Mitarbeitern, die sicher etwas Besseres zu tun haben als bei ihrer gefahrvollen Arbeit darauf zu achten, ob jemand im Weg steht oder läuft, den sie dort nicht erwarten.

Wir sind einige Stunden in Werk II unterwegs, beobachten einzelne Mitarbeiter bei ihren Tätigkeiten und haben die Möglichkeit, Herrn Dr. von Schweinichen mit Fragen zu löchern. Zeitweise bekommt er „Verstärkung“ durch Herrn Dr. Jaxa von Schweinichen, einem der Geschäftsführer des Unternehmens. Es bildet sich eine zweite Gruppe heraus, was die Verständigung um einiges erleichtert. Die Lautstärke bewirkt, dass die NetzWerker meist beisammen bleiben; niemand scheint beim Zuhören etwas verpassen zu wollen.

Aus Zeitgründen verlässt Herr Dr. Jaxa von Schweinichen die Gruppe kurz vor Ende der Führung durch Werk II wieder; nach Verlassen der Gießerei müssen sich auch einige NetzWerker aus dem gleichen Grund verabschieden.

Der Rest der immer noch umfangreichen Gruppe verteilt sich in die Autos und fährt zu Werk I, das sich am entgegengesetzten Ende der Ortschaft befindet. Diesen Weg nehmen die Waren, die zwischen den Werken hin- und her bewegt werden, nicht. Wie wohl jeder Deuzer weiß, erfolgen die firmeninternen Transporte über die Schiene. Die Gleise führen wie eh und je über die Hauptstraße, an der Freiwilligen Feuerwehr entlang über die Sieg. Am Rande des ehemaligen Bahnhofsgeländes durchfährt der von einer firmeneigenen Oldtimer-Diesellok V60 gezogene Zug das Firmentor. Ab hier können die Schienen nicht mehr von Unbefugten betreten werden.

Diese Art von Werksverkehr zwischen zwei unabhängig voneinander liegenden Unternehmensbereichen innerhalb einer Ortschaft findet man wohl nicht allzu häufig; er wird künftig vielleicht noch mehr Beachtung finden, wenn das Bühlgartengelände fertig ist und der Zug (dann allerdings am ganzen Bühlgartenrand entlang eingezäunt) zu den unterschiedlichsten Tageszeiten dort zu sehen ist.

Im Werk I ist neben den Verwaltungsgebäuden auch der Bereich Zerspanung untergebracht. In einer der Hallen sehen wir die V60; sie wartet dort auf ihren nächsten Einsatz. In der großen Halle nimmt sie sich allerdings geradezu klein und unscheinbar aus.

In diesem Teil des Unternehmens sind Werkzeugmaschinen zu sehen, auf denen Walzen durch die jeweiligen Fertigungsverfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen in ihre endgültige Form gebracht werden; hier werden die vorbearbeiteten Rohlinge aus Werk I weiter- bzw. endbearbeitet. In Werk II ist es wesentlich weniger laut und heiß als in der Gießerei. Auch ist die „Gefahr von oben“ geringer; wir beschränken uns auf die Warnwesten und es gibt keine Helmpflicht mehr.

Nach etlichen Stunden, die viel zu schnell vergangen waren, verlassen wir das Unternehmensgelände.
Man kann wohl festhalten, dass für jeden Teilnehmer „etwas dabei“ war. Manch einer brachte Vorkenntnisse mit, einige gingen ohne das geringste Vorwissen in die Führung, jedoch mit einer gehörigen Portion Interesse an diesem Unternehmen, das unseren Ort durch Gebäude, als Arbeitgeber vieler Deuzer und Namensgeber von Straßen bzw. Siedlungen prägt.

Freundlicherweise steht das Angebot von Herrn Dr. Petrico von Schweinchen im Raum, in absehbarer Zeit eine weitere Führung für die NetzWerker anzubieten, die aus Krankheits- oder Termingründen nicht teilnehmen konnten oder schlicht und ergreifend keinen Teilnehmerplatz mehr erhalten haben. Gerne nehmen wir ihn beim Wort, denn die Führung wurde allgemein als sehr gut verständlich und informativ wahrgenommen.

Wir werden zu gegebener Zeit und natürlich nach Absprache mit Herrn Dr. von Schweinichen über unseren Verteiler die NetzWerker über einen zweiten möglichen Termin informieren.

Für dieses Mal herzlichen Dank an Herrn Dr. von Schweinichen für den Einblick in die Fertigung der Firma Walzen Irle GmbH und den NetzWerkern für ihr reges Interesse!

Gerne könnt Ihr als Deuzer Mitbürger Eure Meinung zu diesem Projekt mitteilen (dazu steht Euch unser „Ideen-Sammler“ zur Verfügung) oder eigene Ideen und Vorschläge einbringen.
Für persönliche Treffen gibt es unseren monatlichen Stammtisch „Deuz trifft sich“. Die Termine findet Ihr auf der Startseite; ansonsten schreibt uns gerne über den „ Ideensammler“ – dafür ist er da…

 

 


Uferbegehung an Sieg und Werthe - 21. Sept. 2017

Die Älteren waren schon lange nicht mehr da, die Jüngeren und die Zugereisten waren noch nie da. Die Ufer der Sieg in der Au und der Werthe im Hieronymushof scheinen für den normalen Fußgänger nicht zugänglich zu sein. Wenn - wenn man die Schlupflöcher nicht kennt.

Um das Bewusstsein für die ortsbildprägenden Flüsse in Deuz wieder zu schärfen, hatte das NetzWerk Deuz zu einer Uferbegehung eingeladen. Jutta Böcking vom NetzWerk: Die beiden Flüsse sind weitgehend aus dem Blickfeld der Menschen hier geraten, die Ufer sind nicht mehr zugänglich und nicht mehr für Alt und Jung erlebbar. Eberhard Schmidt und Berthold Daub übernahmen die Führung der 25 interessierten Bürger und wussten über den historischen Verlauf der Flüsse und das System der Rieselwiesen zu berichten. Aber auch ein möglicher Verlauf eines Radweges entlang der Werthe wurde vor Ort diskutiert. Matthias Rickert, ebenfalls im Leitungsteam des NetzWerkes stellte einen Gestaltungsplan des Zusammenflusses von Sieg und Werthe vor. Rickert: Dieser Ort, an dem sich Sieg und Werthe "dützen", muss richtig herausgeputzt werden.

 


Bürgerversammlung "Kölner Straße"

Am Donnerstag 6. April 2017 lud die Stadt Netphen zu einer Bürgerversammlung ein, um das bevorstehende Bauvorhaben "Kölner Straße" allen interessierten Bürgern zu erläutern.

..... lesen Sie mehr auf unserer Seite " Ausbau Kölner Straße"


Erste Arbeiten am "Bühlgarten" - 11. April 2017

Nachdem die Stadt Netphen grünes Licht für die Bauarbeiten am Bühlgarten gegeben hat, sind einige Mitglieder des NetzWerkes bereits aktiv geworden. So hat sich eine Gruppe "Bühlgärtner" aus den Mitgliedern des NetzWerk Deuz gebildet, die im März einige Bäume auf dem Hang zur Feuersbacher Straße entfernt haben. Dabei wurde auch der Müll sichtbar, der seit Jahren von unbekannten Bürgern achtlos weggeworfen wurde. Am 11. April 2017 haben die "Bühlgärtner" deshalb den Müll aufgesammelt und zur Entsorgung der Stadt Netphen übergeben. .... weitere Informationen zum Bühlgarten finden sie hier.


Obstbaumschnitt-Kurs - 31. März 2017

Am 31.3.2017 trafen sich 11 Teilnehmer bei bestem Wetter am Wetterhäuschen und fuhren dann in guter Stimmung gemeinsam zur Streuobstwiese, die sich im Besitz der Firma Walzen-Irle befindet. Mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Dr. von Schweinichen konnten wir hier unseren Lehrgang durchführen. Hier warteten 12 Apfelbäume unterschiedlichster alter, heimischer Sorten, die vor ca. 10 Jahren gepflanzt wurden, auf ihren ersten Schnitt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Felix Jung, der tags zuvor die Fläche vorbildlich gemulcht hat, so dass alle Bäume frei zugänglich waren.

Zwei fachkundige Mitarbeiter der Firma Schattinger zeigten uns, worauf es beim Obstbaumschnitt ankommt. Nun durfte jeder Teilnehmer sich am ersten eigenen Schnitt versuchen. Auch wenn vorher alles so einfach schien, kamen doch hier und da Zweifel auf, ob man den ein oder anderen Ast doch besser stehen lässt oder abschneidet. Immer standen uns die beiden Mitarbeiter freundlich und geduldig mit Rat und Tat zur Seite, und konnten die vielen Fragen souverän beantworten. Jetzt warten wir auf die Apfelblüte und sind auch schon gespannt auf die Früchte im Herbst und wie sich die Bäume weiter entwickeln.

Wir haben alle viel gelernt und werden gerne im Herbst oder Frühjahr nochmal einen Kurs anbieten. Wer Interesse hat, kann sich bei anmelden.