Heinemann-Mikado

Direkt am Eingang zum Bühlgarten steht seit dem 08. Dezember 2018 ein Kunstwerk aus ganz unterschiedlichen Eichenstammabschnitten, genannt das "Heinemann Mikado"

Für Samstag Vormittag war der Termin angesetzt, und trotz strömendem Dauerregen war die "starke Truppe" unseres NetzWerk gutgelaunt und hochmotiviert zur Stelle. Unter der Regie von Bernd Heinemann fügte sich das Gewirr unterschiedlichster Eichenabschnitte zu einem tollen Kunstwerk zusammen, was von dem einen Kreativität und von den anderen viel Muskelkraft erforderte.

Kreativer Sandkasten

Ein weiteres Highlight ist die natürliche Umrandung des Sandkasten aus Eichenstämmen. Auch das wurde am Samstag 08. Dezember von der "starken NetzWerk-Truppe" angelegt.

Die Eichenabschnitte für den Sandkasten und dem Heinemann-Mikado wurden von der Waldgenossenschaft Deuz zur Verfügung gestellt. Es blieben sogar noch ein paar Stämme übrig, die zur Abgrenzung des Radweges verwendet werden.

 

Das erste Fest

Am Samstag abend, 10. November 2018, haben die freiwilligen Helfer ein erstes Fest im Bühlgarten inzeniert. Es war nur eine kurze Feier mit Grillwurst, Glühwein und sonstigen Getränken. Die gerade fertiggestellte Hütte auf dem Bühlplatz diente als Unterstand und ein zusätzlicher Stehtisch reichten der kleinen Gruppe für ein paar gemütliche Stunden am wärmenden Feuer.

 

Eigenleistung ist gefragt

Nachdem Anfang November die meisten Geräte aufgestellt und bereits benutzt wurden, hat die Stadt Netphen beim NetzWerk-Deuz um Mithilfe gebeten, um kleinere Arbeiten zu übernehmen. So wurde unter Anweisung von Bernd Heinemann (Stadtplanung und Wirtschaftsförderung) zunächst das Boulfeld mit vereinten Kräften des NetzWerks aufgebaut. Anschließend wurden noch Hackschnitzel auf den Wegen und um einige Spielgeräte verteilt. So bekam der "Park" einen sehr schönen Anblick und die Geräte wurden auch sofort von den Kindern ausprobiert.

Im Oktober 2018 kamen die ersten Spielgeräte. Die grünen Spitzen vom frisch eingesäten Rasen sind bereits sichtbar, als die ersten Spielgeräte eintreffen. Die werden auch gleich aufgestellt, indem ein kleiner Bagger Löcher für die Fundamente grub. Das sieht schon sehr gut aus und die Bürger benutzern öfters mal dieses Gebiet für einen Spaziergang um der Fortschritt zu sehen.

Bewegung im Bühlgarten

Juni 2018: Die Erdarbeiten am Hang zur Feuersbacher Straße werden jetzt ausgeführt. Gleichzeitig entstehen die ersten Spielstationen und werden von der Jugend gleich ausprobiert.

April 2018: Der Radweg ist fertig, an der "Rampe" wurde ein massives Geländer gebaut und ein Zaun entlang der Eisenbahnlinie sind fertiggestellt. Fußgänger und Radfahrer benutzen den Weg jetzt bereits häufiger.

 

In der letzten Woche vor Ostern 2018 wurde der Radweg angelegt und geteert. 

- - -  Herbst 2017 - - -

Noch ist in Deuz nichts von einer Parkanlage zu erkennen, aber im kommenden Jahr soll sich das ändern. Seit Mitte Oktober 2017 sind die ersten schweren Maschinen angerollt, die Erde aufgeschüttet und die Gleise aus ihrem Betonbett gerissen haben. Noch in diesem Jahr oder Anfang 2018 soll ein 3 Meter breiter asphaltierter Radweg durch das Gelände führen - ansatzweise ist der Verlauf schon zu erkennen. Die eigentliche Parkanlage entsteht anschließend. Damit zufällig Vorbeigehende oder Marktbesucher schon jetzt wissen was an dieser Stelle geplant ist, hat die Bühlgarten-Gruppe des NetzWerk Deuz am 14.11.2017 ein großes Schild aufgestellt.

Reinhard Klein-Nöh hatte das dazu nötige Material und Werkzeug auf seinem Anhänger vorgefahren und die tatkräftigen Bühlgärtner griffen zu Hacke und Schaufel. Der Beton war kaum eingefüllt, erschien Bürgermeister Wagener und Ortsvorsteher Reiner Brix. Bei einem Gläschen Sekt wurde der Baubeginn gebührend gewürdigt.

 

Fahrradweg

Seit der letzten Oktoberwoche 2017 sieht man die Bagger am Bühlgarten bei der Arbeit. Zunächst wurden die Schienen entfernt, dann wurde eine Wasserleitung verlegt.

 


Infotafel: Bühlgarten interaktiv

Am 09. September 2017 haben Mitglieder vom NetzWerk Deuz die offizielle Informations-Tafel der Stadt Netphen der Öffentlichkeit präsentiert. Zusammen mit der Einweihungsfeier für den Waggon wurde daraus eine kleine Feier, die viele Bürger und auch Prominente anlockte.

 


Ausschnitt aus dem Artikel der Westf. Rundschau:

Bald geht es los: Bühlgarten in Deuz

Steffen Schwab

04.08.2017 - 07:00 Uhr

 

Das war geplant: Ein Begegnungspark mit Spielgeräten und Sitzgelegenheiten, Boule- und Grillplatz auf dem ehemaligen Kleinbahngelände zwischen Bahnhof und denkmalgeschütztem Lokschuppen, durchzogen von dem Radweg, der bisher noch den alten Bahndamm verlassen muss und provisorisch von der Waldstraße auf den vor dem Bahnhof entstandenen Platz heruntergeführt wird.

Das ist passiert: Es grummelt. Man fürchtet Lärm, Schmutz und unkontrolliertes Treiben. Die Politik weist darauf hin, dass es auch anderswo Spielplätze gibt. Als die Stadt schon nicht mehr damit rechnete, durfte sie den Lokschuppen aus der Denkmalliste streichen — sie ließ ihn sofort abreißen. Das frei gewordene Gelände direkt neben dem VWS-Betriebshof wird interessant: Der Bühlgarten wird verkleinert. Da, wo eigentlich Skaterbahn oder Wasserfläche angelegt werden sollten, werden nun neue Gebäude errichtet.

Das geschieht nun: Bevor der Bühlgarten angelegt wird, wird der Radweg gebaut — Auftragsvergabe direkt nach den Sommerferien, kündigt Baudezernent Erwin Rahrbach an. 200 000 Euro kostet das Projekt, 115 000 Euro Integrationsmittel zahlt das Land, den Radweg übernimmt der Landesbetrieb Straßenbau — er ist der Stadt den letzten Abschnitt der Verbindung von Netphen seit 2009 schuldig. Was auf dem Lokschuppen-Gelände passiert, hängt davon ab, wie es erschlossen werden kann. Rahrbach: „Wir müssen eine Lösung mit den VWS finden.“ Für eine Altlastensanierung („Da ist was unter dem Lokschuppen“) will Rahrbach, wie schon bei der Susan-Industriebrache an der Netphe, den öffentlich-privaten Altlastensanierungsverband AAV gewinnen. Auch der hat ein Sonderförderprogramm: „Brachflächenmobilisierung für dauerhaften Wohnraum“. Auf diese Weise käme die Integration an den Deuzer Gleisen gleich zwei Mal zum Zuge.

 

Die Vorbreitungsarbeiten sind getan.

Nachdem die Stadt Netphen grünes Licht für die Bauarbeiten am Bühlgarten gegeben hat, sind einige Mitglieder des Netzwerkes bereits aktiv geworden. So hat sich eine Gruppe "Bühlgärtner" aus den Mitgliedern des NetzWerk Deuz gebildet, die im März einige Bäume auf dem Hang zur Feuersbacher Straße entfernt haben. Dabei wurde auch der Müll sichtbar, der seit Jahren von unbekannten Bürgern achtlos weggeworfen wurde. Am 11. April 2017 haben die "Bühlgärtner" deshalb den Müll aufgesammelt und zur Entsorgung der Stadt Netphen übergeben.


Gedanken zum Bühlgarten

Der Name "Bühlgarten" ist keine neue Erfindung, sondern der Flurname des Bereichs am ehemaligen Bahnhof, jetzt Bürgerhaus.

Der Bereich, der sich an den neugestalteten Dorfplatz anschließt, der sowohl dem Wochenmarkt als auch anderen Veranstaltungen Platz bietet, war seit der Stilllegung der Eisenbahnstrecke durch das Johannland eher ein "totes" als ein "lebendiges" Gelände. Die Gleise wurden weitestgehend zurückgebaut, im immer weiter verfallenden ehemaligen Lokschuppen mieten sich nach der Reihe mehrere Kleinbetriebe an.

Das sehr schmale, langgezogene Areal dazwischen wurde nur von Anliegern durchquert: Die oben erwähnten Kleinbetriebe oder (zu Fuß) die Anwohner auf der Suche nach einer Abkürzung ins Dorf. Gerne wurde (und wird) die Brücke zum Kälberhof genutzt. In einigen Fällen, so munkelt man, führt der Weg zur Haltestelle oder Feuerwehr gar über die Eisenbahnbrücke. 

Im Auftrag der Stadt wurden im Jahr 2015 auf dem Gelände "Bühlgarten" in einer effektiven Aktion die Nadelbäume gefällt, die Stämme entfernt, das Astwerk geschreddert und auf den Hängen zur Waldstraße hin aufgebracht. Nahezu der ganze Platz wurde von Müll befreit und gekehrt. 

So kam Licht auf das Gelände; es war plötzlich "zugänglich".

Unerwartet kam für viele Anwohner das Anschütten und Teeren einer Wegverbindung von Waldstraße und Bühlgarten-Gelände. Diese Verbindung wurde von den Einheimischen gerne angenommen; ab und an trifft man bis heute etwa orientierungslose Gäste des Ortes an, die nicht mit der Anbindung an den eigentlichen Fahrradweg zurechtkommen. 

In den letzten Jahren waren keine Anzeichen seitens der Stadt zu erkennen, hier eine sinnvolle Nutzung zu initiieren. Einige Deuzer Bürger fragten sich jedoch, ob mit diesem Gelände nichts anzufangen sei. Für eine Bebauung mit all den rechtlichen Vorgaben hinsichtlich Straßengestaltung (Breite usw.) ist nach Ansicht vieler dieses Gelände nicht zu nutzen. Es ist eingegrenzt durch die stark abgestützte Waldstraße auf der einen, die Schienen des Werksverkehrs der Fa. Irle auf der anderen Seite. Zudem war zum Zeitpunkt der ersten Überlegungen unklar, was mit dem Lokschuppen geschehen sollte. Durch die Überlegungen hinsichtlich des Bühlgartens rückte auch die Sinnhaftigkeit des bestehenden Denkmalschutzes dieses in seiner Auflösung befindlichen Gebäudes in den Focus von Deuzer Bürgern und den Behörden.

Inzwischen, ist der Denkmalschutz aufgehoben; der nun baufällige Lokschuppen, einst ein wirklich sehens- und schützenswertes Kleinod des Dorfes, wird nun abgerissen.

Für die Anwohner und Anlieger konnte so eine Verbesserung ihres Umfeldes erreicht werden.

Verschiedene Interessierte fanden sich über das NetzWerk Deuz zusammen. Sie verband eine Frage, eine Idee: Was könnte man mit dem Bühlgarten anfangen, damit er aus seinem Nischendasein und die Ecke vor der Brücke zum Kälberhof aus dieser "Sackgassen-Wahrnehmung" gerückt wird? Was finden wir vor, was könnte es sein?

Es kristallisierte sich der Wille heraus, eine Gelände für jedermann zu schaffen. Es sollte ein Platz zur gemeinsamen Nutzung sein, Gruppen nebeneinander und miteinander Jung und Alt, für Alteingesessene und Zugezogene, für Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Interessenlage, zum Wiedertreffen und zum Kennenlernen. Ein Platz der Begegnung.

Wie könnte man all diese "unter einen Hut" bringen? Und wie finanzieren?

Die Möglichkeit bot sich in einem Sonderprogramm mit Namen "Hilfen im Städtebau". Deuzer, über das Netzwerk verbunden, trugen ihre Ideen zusammen, stellten ein Konzept auf und dieses zeichnerisch um und reichten dieses Papier im Frühling bei der Stadtverwaltung Netphen ein. So brachte man gemeinsam dieses Konzept auf den Weg.

Auf Beschluss des Stadtrates beteiligte sich die Stadt Netphen mit dem Projekt "Bühlgarten interAKTIV" am Sonderprogramm des Landes zu „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“  – und war erfolgreich.

Im Anschluss an den bereits bestehenden Dorfplatz, so das Konzept, sollten neben dem Ausbau des Radweges und der Errichtung eines Kinderspielbereiches weitere Anlaufpunkte wie Bouleplatz, Grillmöglichkeiten eine aus 21 Säulen bestehende Stelenverbindung, eine Naturbühne, eine Seilrutsche, eine Kreativwerkstatt und/oder eine Teichanlage entstehen.

Eine Wohnbebauung als Abschluss des Parks im Bereich Lokschuppen (Wohnen am Park) und eine Bäckerei/Cafe als nicht störendes Gewerbe anstelle des Erdwalls im Bereich Fußgängerbrücke Einkaufszentrum machen die Planung komplett.

Es wurde die Bezuschussung durch das Land über 80 % der Kosten bewilligt, bei einer Fertigstellung bis Ende 2018 - ein Erfolgt, mit dem so die wenigsten gerechnet hatten. Die Kosten für die komplette Anlage des bislang nur im Ansatz geschaffenen Radwegs trägt der Landesbetrieb Straßenbau; dieses Projekt fließt nicht in das Programm "Hilfen im Städtebau"ein.

So bot das Netzwerk im Juni 2016 eine Infoveranstaltung an und stellte die Pläne für das Areal den Anwesenden, in der Hauptsache interessierten Deuzer Bürgern, vor. Im Bürgerhaus hingen die Skizzen und Pläne aus, die man bereits seit längerem auf der Homepage der Stadt Netphen einsehen konnte. Wichtig war den Ausrichtern des NetzWerk Deuz, das jeder Interessierte die Möglichkeit hatte, sich zu äußern und sich zu informieren.

Am 27. Juni 2016 sprach sich der Ausschuss für Umwelt, Kultur und Tourismus nicht, wie man aufgrund der Vorgeschichte erwartet bzw. gehofft hatte, für einen Beschlussvorschlag aus. Stattdessen beschloss man nahezu einstimmig, dass die Deuzer bei einer Bürgerversammlung über das Konzept beraten sollen. Diese war eigentlich dafür vorgesehen, dass die Bürger sich darüber beraten, wie genau die Umsetzung des Konzeptes erfolgen soll.

Eine Empfehlung bzgl. der Rahmenkonzeption  durch den Ausschuss wurde nicht ausgesprochen.  

Am 7. Juli 2016 nahm der Rat das Thema „Bühlgarten“ von der Tagesordnung. Man verwies auf die angedachte Bürgerversammlung, die für Mittwoch, 7. Sept. 2016 um 19 Uhr in Alten Bahnhof Deuz vorgesehen ist. Hier soll ein Meinungsbild eingeholt werden.

Die Fragen, die von den Ausschuss- und Ratsmitgliedern aufgeworfen wurden, können nach unserer Meinung bei der Bürgerversammlung nicht geklärt werden.

  • Wie verhält es sich mit den Altlasten auf dem Gelände?
  • Wer sorgt für die Instandhaltung der Anlage?
  • Wer trägt die Kosten?

Wir Bürger sollten uns hinsichtlich unseres Engagement für die Allgemeinheit mit den folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was passiert mit dem Gelände, wenn es nicht zu der Anlage des geplanten Geländes kommt?
  •  Was passiert mit den bereits zugesagten Fördergeldern? Welche Konsequenzen hat es, diese nicht planmäßig abzurufen? Wer übernimmt für diese die Verantwortung?
  • Haben wir als Bürger dann noch Einfluss auf die Gestaltung des Geländes? Wer entscheidet dann Art und Ausmaß gewerblicher Nutzung?
  • Wie wird der geplante Radweg in ein anderes Konzept eingebunden?
  • Wie optimal ist das Konzept in seiner jetzt vorliegenden Form? Es gibt verschiedene Bedürfnisse. Werden wir diesen besser gerecht, wenn wir lärmintensive, bis in den späten Abend angenommene Bereiche minimieren und verlagern und dafür ruhigere an die bewohnten Zonen rücken? Was hilft, Schatten- und unbeobachtete Ecken zu vermeiden? Licht? Präsenz? Von wem?
  • Sind meine Ängste und Bedenken begründet? Wie könnte man sie aus dem Weg räumen? Was kann man aus diesen für eine realitätsnahe Umsetzung mitnehmen?
  • Ist meine Begeisterung zu groß? Oder realistisch?
  • Welche Werte leben wir unseren Kindern und Jugendlichen vor? Mut zu Initiative? Oder Klammern an alten Sicherheiten? Was tun wir diese jungen Menschen, die unser „Kapital“ für die Zukunft sind? Tun wir nichts für sie, tun sie auch nichts für uns…
  • Wie kommen wir alle zusammen – was ja eigentlich Ziel des Projektes Bühlgarten ist: Nicht trennen, sondern zusammenbringen?
  • Und: Was wollen wir Deuzer, nicht der Ausschuss und nicht der Rat und nicht der Bürgermeister, sondern was wollen wir Deuzer? Für welche Zukunft entscheiden WIR uns?

 Lasst uns darüber reden!

 

Über die Umsetzung des Projektes wird der Stadtrat voraussichtlich im September 2016 entscheiden.
© Die folgenden Bilder sind Eigentum der Stadt Netphen.

    

 

Mindestabstand einer Wohnbebauung zur Firma Irle

 

Erschließungsvarianten zum geplanten Gewerbegebiet "Große Wiese"

Variante 1: Zufahrt von der Kölner Straße, Einfahrt Kälberhof, über eine neuzubauende Siegbrücke.

 

Variante 2: Zufahrt von der Waldstraße, im großen Bogen über den Bereich des ehemaligen Lokschuppen, um das Gleis zu überqueren.